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Ein herzliches Willkommen an die Chai Geniesser-/Innen aus den Hiltl Restaurants!

Hiltl spendet von Oktober bis Dezember 50 Rappen für jeden verkauften Chai an unser Bildungsprojekt in Indien. Ein Schultag kostet für ein Dalit-Kind nur 1 Franken. Das bedeutet, dass schon zwei Tassen Chai ein Dalit-Kind einen Tag näher an seine Freiheit bringt!

Bildung und Würde
Bildung für Alle – Danke für die Unterstützung!
Also dann, einen Chai geniessen und einem Dalit-Kind eine Chance geben. Danke !

 

Bildung brachte die Wende

Saroja war 3-jährig, als ihr Vater die Familie verliess. Als Analphabetin war es ihrer Mutter nur möglich, einfachste, schlecht bezahlte Jobs auszuüben. Ihr mageres Einkommen reichte knapp um sie über Wasser zu halten. Sie lebten mit der Grossmutter in der Ceylon-Gegend in Sivakasi. Tagsüber trieb sich Saroja durch die Gegend, wie es ihr passte – der Grossmutter gehorchte sie nicht. Das machte der Mutter zwar grosse Sorgen, aber die Arbeit lies es nicht zu, etwas dagegen zu tun.

Sarojas Mutter machte ihr Schicksal dafür verantwortlich, dass sie nie zur Schule konnte und somit keine gut bezahlten Jobs erhielt. Und doch hoffte sie auf eine bessere Zukunft für ihre Tochter. Sie hoffte, Saroja könnte einmal zur Schule gehen und eine gute Schülerin sein!

„Ich kann meine Freude nicht in Worte fassen!“ Saroja.

Der Tag kam, als Saroja sich für die Good Shepherd Schule anmelden konnte. „Ich lernte so viel während meiner Schulzeit!“ erinnert sich Saroja, jetzt mitte Zwanzig. Ihr Traum war, Lehrerin zu werden – genauso wie ihre Lehrerinnen an der Good Shepherd Schule.

Sie durchlief genau diesen Ausbildungsweg und wusste, dass sie den Ärmsten und den Verletzlichen in ihrer Heimat etwas zurückgeben wollte. „Ich konnte mir nichts Besseres vorstellen, als dies an der Good Shepherd Schule zu machen!“ Jetzt ist sie genau an ihrer eigenen Grundschule Lehrerin, da wo sich ihr Leben zum Guten gewendet hat, und investiert sich in Andere. „Ich kann meine Freude nicht in Worte fassen!“ sagt Saroja, „Nun ist nicht nur meine Familie glücklich und endlich finanziell unabhängig,  auch habe ich jeden Tag das Privileg, diese Kinder mit ähnlichem Leid und Hintergrund zu unterrichten.

Dank Ihrer Unterstützung können Kinder wie Saroja zur Schule. Danke!

Von Alpträumen zum friedlichen Schlaf

Kalas Geschichte

Die sechsjährige Kala* wachte fast jede Nacht schreiend auf. Alpträume plagten sie immer wieder. Unfähig zu schlafen, zitternd vor Angst, fürchtete sich Kala jeden Abend schlafen zu gehen.

Aber das war noch bevor sie im Pratigya (Mädchenschutzhaus) wohnte.

Kala wurde als Dalit (Unberührbare) geboren. Ihre Eltern arbeiteten als Latrinenreiniger, sie beseitigten menschliche Exkremente von Hand. Eine demütigende und unmenschliche Aufgabe, bei welcher nicht mehr als 7 Rupien (10 Rappen) pro Tag erarbeitet werden können. Als gesellschaftlich Ausgegrenzte, waren ihre Eltern verzweifelt. Sie wollten unbedingt die Gunst ihrer Götter verdienen, in der Hoffnung, dass sich ihre Lebenssituation verbessern würde. Kala war ein hübsches Baby. Als die Dorfbewohner den Vorschlag machten Sie als Jogini den Göttern zu weihen, stimmten ihre Eltern zu.

Joginis werden einer Göttin geweiht wenn sie noch sehr jung sind. Das ist zwar illegal, aber dennoch ein weitverbreitetes Ritual in Teilen von Indien. Es handelt sich hier um ritualisierte Prostitution. Sobald eine Jogini ihre Pubertät erreicht, wird sie für jeden Mann in ihrem Dorf sexuell verfügbar. Ein Leben als Jogini ist fast unvorstellbar. Sexuell übertragbare Krankheiten sind weitverbreitet. Joginis können sich auch keine Fähigkeiten aneignen, mit denen sie ein Leben mit Würde führen könnten. Heute wird geschätzt, dass diese Form der Ausbeutung mindestens 250‘000 Frauen in Indien betrifft!

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Kala schien für dieses Elend bestimmt zu sein: Ausgeschlossen… Ungebildet… Ausgestossen… Ausgebeutet… Glücklicherweise kam es nicht soweit. Eine von unserer Anti-Menschenhandel Sozialarbeiterinnen erfuhr von Kalas bevorstehenden Weihe und intervenierte sofort. Gemeinsam mit mehreren Aktivisten im Dorf (darunter auch einige ehemalige Joginis) plädierte sie mit Kalas Eltern die Weihe zu stoppen. Sie einigten sich mit ihren Eltern darauf Kala an einen sicheren Ort zu schicken.

Heute lebt Kala im Pratigya (Mädchenschutzhaus). Unter der liebevollen Fürsorge der Hausmutter und ihrer DFN Schullehrer, ist Kala vom einen erschrockenen Kind zu einer selbstbewussten und engagierten jungen Frau erblüht. Sie hat Träume, aber keine Alpträume mehr. Heute träumt sie davon Lehrerin zu werden, zu heiraten und eine eigene Familie zu starten.  

Wir freuen uns, dass Kala vom grauenvollen Leben einer Jogini bewahrt wurde. Aber es gibt noch so viele die in dieser Ausbeutung gefangen sind. Lassen Sie uns Massnahmen ergreifen, um weitere Weihen zu verhindern.

Spenden Sie hier für unser Pratigya Mädchenschutzhaus 

Ob Gross oder Klein, mit Ihrer Spende helfen Sie Mädchen wie Kala.

Gemeinsam stoppen wir den Dalit-Menschenhandel!

  * Kalas Identität wurde zu ihrem Schutz geändert. Die Fotos sind von einer Nachstellung einer Jogini-Weihzeremonie.

Unsere neue Website ist online

Wir freuen uns, Ihnen unsere neue Website vorstellen zu dürfen.

Es wurde entschlackt, gekürzt, und umstrukturiert. Das Ergebnis ist ein modernes Erscheinungsbild mit aktuelle Informationen und eine übersichtliche Struktur.

Wir heissen Sie herzlich willkommen und hoffen sehr, dass Ihnen das Ergebnis genauso gut gefällt wie uns. Klicken Sie sich doch einmal hindurch und sehen Sie sich um.